Mittwoch, 28. Dezember 2011

DMZ

Am Christtag haben wir uns dann schlussendlich nach Nordkorea gewagt... Oder besser gesagt in die DMZ.

Die demilitarisierte Zone ist ein 4km langer Trennsbereich zwischen Nord- und Südkorea. Im Ramen der Tour, haben wir viel über die Entstehung der DMZ, den Koreakrieg und Nord-Südkoreanische Verhältnisse erzählt bekommen. Der erste Stop der Tour war der Grenzbereich zur "zivilen Zone". Hier konnte zum ersten Mal nach Nordkorea "gespäht" werden, wenn gleich auch nur die Berge zu sehen waren. Von dort aus ging es mit einem Bus durch die Militärkontrolle, die sich unsere Pässe angesehen und uns dann passieren haben lassen. Es ging zum dritten Tunnel. Nach der Errichtung der DMZ hat Nordkorea immer wieder versucht Südkorea einzunehmen. Dazu haben sie mehrere unterirdische Tunnel gegraben. Vermutlich gibt es an die 20 dieser Tunnel, bis jetzt wurden jedoch nur 4 gefunden.
Natürlich durften dort, wie fast überall in der DMZ, keine Fotos gemacht werden...
Der nächste Stop war dann das Observatorium. Dieses war noch am Vormittag geschlossen gewesen, da es aufgrund der Spannungen (und dem Tod vom "guten alten Kimi") zu gefährlich gewesen war.
Natürlich durfte auch hier nur bis zu einer Linie fotografiert werden, also ist das Foto von Nordkorea nicht sonderlich gut geworden. Tatasche ist jedoch, dass die Gebäude und Berge im Hintergrund Nordkorea sind und man (mit den Ferngläsern) die Nordkoreanischen Soldaten herumspazieren sieht.
Der nächste und letzte Stop war die nördlichste Eisenbahnstation von Südkorea. 
Von hier aus konnte man früher (oder war geplant) den Zug nach Nordkorea und nach Pyeongyang nehmen. Tatsächlich fährt der Zug auch ein kleines Stück nach Nordkorea hinein um ein paar wenige Arbeiter hineinzulassen, die gleich hinter der DMZ in einer Fabrik arbeiten. Auf die Frage hin, warum diese Menschen dort geduldet werden, wurde geantwortet, dass ca. 90% der dortigen Angestellten Nordkoreaner wären, die Fabrik aber von einer Südkoreanischen Firma gebaut wurde und von daher ein kleiner Teil (vermutlich Experten oder sowas) dort arbeiten dürfen...


Tja - nach diesem Stop ging es wieder zurück nach Seoul, wo wir uns noch mit anderen Leuten getroffen haben und etwas ausgegangen sind.
Fazit zur DMZ: Ein sehr faszinierendes Gebiet in Südkorea. Obwohl die Touren nicht unbedingt billig sind, sind sie es auf alle Fälle wert. Man kann die Spannung der beiden Länder nicht nur sehen, sondern wirklich spüren und erleben...!
Panmunjon, wäre schön gewesen noch gesehen zu haben, doch diese Tour war einfach zu teuer. Sollte aber auf jeden Fall zur DMZ mitgebucht werden!

Dienstag, 27. Dezember 2011

Christmas in Seoul

Nachdem nun alle Prüfungen erledigt sind, bei der POSTECH ausgecheckt und in Seoul ein Hostel für die letzten Tage in Korea gebucht wurde, sind wir zuletzt in die Hauptstadt Südkoreas gefahren.
 Hier haben wir uns für die nächsten paar Tage, die zugleich auch meine letzten in Korea sein werden, in ein kleines, aber feines Hostel im Hongdae Bezirk eingemietet. Hongdae ist das Uni-Viertel in Seoul und daher häufen sich hier auch die Fortgeh-Lokale, Pubs und Clubs.
Aber da der erste Tag in Seoul ja spannend sein sollte, sind wir am Abend des 23. Dez. gleich mal fortgegangen.
Die war natürlich nicht sonderlich klug, da fortgehen in Seoul wesentlich mit einer Sache verbunden ist - einem Kater am nächsten Morgen. So geschehen, sind wir am Weihnachtsmorgen ordentlich verkatert aufgewacht und haben uns dann mit anderen "Nachkömmlingen" aus Pohang getroffen um am Nachmittag Seoul zu erkunden. Neben Itewon, wo ich auf ein Österreichisches Lokal gestoßen bin, das von einem Salzburger geführt wird, sind wir auch shoppen nach Insa-dong gefahren und haben uns auch das Parlament und den Han-River angesehen.


Am Abend haben wir uns den künstlichen Fluss durch Seoul angesehen und sind neben der City Hall am Seoul Plaza Eisgelaufen. Danach haben wir uns mit weiteren "Nachkömmlingen" getroffen und in einem Pub mit Champagner und Entenleber-Aufstrich - Broten aus Frankreich angestoßen, die einer der Franzosen mitgenommen hat.

Die restlichen beiden Tage wurden mit DMZ (anderer Blog-Eintrag) und der Besichtigung des N-Seoul Towers verbracht. Der N-Seoul Tower ist besonders zur Abenddämmerung wirklich schön zum anschauen!


Nach dem Seoul Tower ging es noch in eine Jimjilbang zum relaxen, bevor es nach einem kurzen Schlaf (3h) zum Flughafen Richtung Australien ging.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Abschied von Pohang

Nachdem nun auch letzte der drei Prüfungen geschrieben wurde, konnte endlich wieder aufgeatmet und gelebt werden. Daher ging es sogleich mit den anderen zu einer "Farewell-Party" in das Campus-nahe pub, wo wir uns alle auf den Wänden verewigt haben, bevor es weiter richtung Downtown ging. Dort wurde weiter in die frühen Morgenstunden gefeiert, bis wir früh morgens zurück zur Uni gefahren sind. Hier habe ich meine letzte "Nacht" in Pohang verbracht und nach einem kurzen Schlaf hieß es Packen, zusammenräumen und Auschecken.
Nachdem das Packen erstaunlicherweise ziemlich reibungslos über die Bühne gelaufen ist (vieles ist im Müll gelandet, bzw. an die anderen "verschenkt" worden) ging die "Verabschiederei" los.
Am frühen Abend ging es dann mit dem Bus nach Seoul, wo wir nach der 5h Busfahrt gleich im Hostel eingecket haben und etwas ausgegangen sind, bevor es wieder zurück ins Bett ging.

Das Abenteuer Pohang ist nun vorbei -> jetzt beginnt Seoul und in ein paar Tagen geht es dann auf nach Australien!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Busan

Nachdem nun 2 von 3 finals bereits (positiv?) absolviert wurden, update ich den blog mal wieder, um dem ständigen Lernen zu entkommen...
Vor 2 wochen habe ich also am Sonntag einen Abstecher nach Busan gemacht. Mit Chaysie, Christina und Reza ist es gegen Mittag (früher ging nicht, da am vorabend fortgegangen wurde) mit dem Bus nach Busan gegangen. 
 Nachdem wir uns mit dort mit der Metro vertraut gemacht haben, ist es zum Busan Tower gegangen. Rund um diesen ist ein kleiner aber feiner Park, wo mehrere Statuen und Figuren von Drachen, Herrschern, Eroberern und was weiß ich zu finden sind. Nach einer netten Foto-session vor und um den Tower und einer Besichtigung eines Modelschiff-Museums ging es dann auch auf den Tower hinauf. Auf 118m Höhe hat man dann eine schöne Aussicht über fast ganz Busan und den Hafen.

Im Tower und rund um diesen sind auch sehr viele Fotos von Busan und dessen "Entwicklung". Kaum zu glauben, dass hier in Südkoreas zweitgrößter Stadt vor ca. 50 Jahren nur Wald und Wiese war. (und natürlich das Meer...)
Nach dieser super Aussicht ist es dann ins Museum für internationale Musik (oder so ähnlich) gegangen. Hier sind alle möglichen Musikinstrumente ausgestellt, und im zweiten stock durfte man sogar mit einigen von ihnen (hauptsächlich Trommeln und so) spielen. Hier kam es zu einer lustigen "Jam-Session" zwischen uns und ein paar anderen Besuchern. 
Nach diesem Besuch war die Dämmerung bereits hereingebrochen und wir sind mittels Metro zum Haeundae - Beach gefahren. Diese Metro-fahrt hat allerdings länger gedauert als erwartet, weshalb uns statt des ertwarteten Sonnenuntergangs "nur" der grandios beleuchtete Strand und der Vollmond erwartet hatten. Also sind wir am Strand entlang geschlendert und haben einige Zeit mit Fotos machen verbracht. (Vor allem, weil ich für meine Fotos so lange gebraucht habe^^)


Naja - nachdem wir (fast) alle am Vorabend fort waren und relativ wenig Schlaf hatten, sind wir nach einem sehr guten Abendessen (Gamtschatang: würzige "Suppe" mit Gemüse, Kartoffeln und schweinefleisch) auch wieder zurück zur Busstation, wo wir 1 1/2 stunden auf den nächsten Bus zurück nach Pohang warten durften.
Leider war es bereits zu spät (hatte von den anderen keiner Lust) um das Aquarium aufzusuchen und dort die Haie und Co zu bewundern.
Daher bin ich am nächsten Samstag selbst dort hingefahren und habe mir die Haie angesehen. Doch Haie durch eine Glaswand anzuschauen ist doch langweilig habe ich mir gedacht - und habe einen Hai-Tauchgang gebucht. Nach einem Briefing, etlichen Unterschriften auf Verzichtserklährungen, wo beunruhigenderweise viel zu oft das Wort "Tod" vorkam, einem "Training" für die drei anderen (nicht-Taucher) die ebenfalls dabei waren, ging es dann in das 3-5m tiefe Haibecken. Schon im Vorfeld wurde uns gesagt auf welche Tiere wir hier treffen werden und dass die Haie eigentlich nicht größte Gefahr darstellen, sondern die drei überdimensionalen
"Rießenzackenbarsche", die jeder mindestens so groß war, wie ein Hai und teilweise kleine Haie fraßen...
"Pauly" hier in diesem Bild links war der absolute Herrscher dieses Beckens und kam deshalb auch gleich mal zu unserer Gruppe um die "Eindringlinge" zu inspizieren. Wir sind eine Runde durch das Becken gegangen und dabei nicht nur den Rießenzackenbarschen ziemlich nahe gekommen, sondern auch die Haie (hauptsächlich Sandtiegerhaie) sind auf Tuchfühlung gegangen. 


Nach knappen 30 minuten war dieses Erlebnis auch schon vorbei und während die anderen Teilnehmer noch froh waren, dass sie nicht zum Hai-Futter wurden, war mir diese halbe Stunde viel zu kurz vorgekommen.
Nichts desto trotz war es ein sehr nettes Erlebnis mal so nahe an Haie heranzukommen (in der Wildnis sind die meist nur auf große Entfernung zu sehen).
Nach dem Debriefing haben wir uns noch die auf dem Grund gefundenen Haizähne aufgeteilt und uns das restliche, wenn auch nicht mehr soo spannende Aquarium angeschaut.

Nachdem es nun zurück in Pohang ist, heist es weiterlernen für die letzte Prüfung, damit es dann über Weihnachten nach Seoul und anschließend nach Australien gehen kann.