Sonntag, 25. September 2011

Daejeon and Science War

So nach langer Zeit wieder mal ein Update!
Die Uni hat nun wirklich angefangen und die Professoren geizen nicht mit Hausaufgaben...! Daher geht leider viel Zeit für diesen (unnützen?) Kram drauf und es bleibt immer weniger Zeit um die Gegend unsicher zu machen...
Wie dem auch sei - dieses Wochenende stand der Science War an. Bei diesem Großereignis duellieren sich die beiden besten Unis Südkoreas in einem (mehr oder weniger) akademischen Wettstreit.
In den unterschiedlichsten Disziplinen wie Hacking, Artificial Intelligence, Science Quiz, aber auch in Disziplinen wie Baseball, Fußball, Basketball, oder StarCraft (I und II) traten die besten Studenten beider Unis an!
Was dabei jedoch wirklich erstaunlich ist, ist wie sehr sich die Koreaner in dieses Event reinsteigern! Mit mehr als 16!! Bussen sind wir Freitag früh von der Postech nach Daejeon gefahren um den Campus der KAIST (Korean Advanced Institute for Science and Technology) zu erobern... Die Kosten des Wochenendes wurden übrigens von der Universität übernommen - weder für Unterkunft, noch für Verpflegung mussten die mitgekommenen Studenten selbst aufkommen...! Gleich nach der Ankunft wurde die 3! Stündige Opening Zeremonie abgehalten, bei
der mit Special Effects nicht gegeizt wurde, als die "Cheerleader" der beiden Unis abwechselnd ihr Programm aufführten.
Nachdem das ganze aber auf Koreanisch (ja no-na) abgehalten wurde, sind wir nach gut der Hälfte gegangen und haben uns in der Stadt umgesehen. Diese relativ neue Stadt (ca. 20 Jahre alt) ist nur wegen der KAIST gebaut worden, und sieht dementsprechend neu und "modern" aus. Nach einem Eis (kleiner Tipp am Rande: Grüner Tee - Eis schmeckt NICHT gut - egal wie gern man grünen Tee auch trinkt) sind wir noch weiter
shoppen gegangen und haben uns in einer Spielhalle ausgetobt... (Baseball ist echt schwieriger als es aussieht!)
Am Abend sind wir wieder zurück zur KAIST, wo wir erfahren haben, dass die Postech das erste Spiel (Fußball) verloren hat. Naja - dann haben wir uns wieder ein paar Spiele angesehen, die 2 von 3 an uns gegangen sind, bevor wir die Beer-Party aufgesucht haben und den Abend feiernd (zum Teil ausgelassen) und dann die Nacht in einem Hotel in der Stadt verbracht haben.

Der nächste Tag, geprägt von einem ordentlichen Kater, wurde wieder auf dem Campus verbracht, wo wir neben einem Nickerchen im Rasen die restlichen Spiele angesehen haben. Den Höhepunkt bildete dabei das letzte Spiel, Basketball. Nicht unbedingt deshalb, weil alles Profi-Spieler waren, im Gegenteil, sondern weil es vor diesem letzten Match unentschieden stand. Sprich der Sieg im diesjährigen Science War hing von diesem Spiel ab. Und dem entsprechend waren auch die vielen Fans begeistert von diesem Spiel! - In einem Fußball Stadion ist die Stimmung kaum anders!
Glücklicherweise gewann die Postech das Spiel mit 1 Punkt Vorsprung und damit auch den Science War! (und nachdem sie das nun das 3. mal in Folge tat konnte die (hässliche) Trophäe in unseren Besitzt wechseln und (hoffentlich) eine hübschere für die nächsten 3 Jahre angefertigt werden! ;)
Den Abschluss bildete wieder eine Zeremonie, wo die besten Spieler geehrt wurden, bla bla bla... (ewig lange und langweilig, weil in koreanisch) und zum Schluss wurde eine bekannte koreanische Band eingeladen, die ca. eine halbe Stunde die Halle mit HipHop Musik begeisterte.
Die ersten Busse (darunter natürlich wir) fuhren um 10pm wieder zur Postech, wo wir auch um kurz nach Mitternacht ankamen.
So, das wars von diesem Wochenende! - Nachdem die Postech jetzt den Science War gewonnen hat, hoffe ich, dass die Profs die nächste Woche hoffentlich gut gelaunt sind und weniger Aufgabe geben... ;) - dann hätte ich auch mehr Zeit wieder regelmäßiger den Blog zu führen.
Soweit so gut! - Bis zum nächsten Mal!

Dienstag, 13. September 2011

Jusok in Tongjong

Von Freitag bis Dienstag hatten wir aufgrund des Koreanischen Thanksgiving (Jusok) 5 Tage frei!
Kurzerhand haben wir beschlossen in den Süden von Südkorea zu fahren... Daher ging es bereits um 10 Uhr früh mit dem Bus knappe 4 Stunden lang nach Tongjong, wo wir den ersten Tag mehr oder weniger mit der Suche nach einem Hotel verbracht haben. Nachdem Jusok einer der höchsten Feiertage in Korea ist, hatten auch nicht so viele Hotels offen, also fuhren wir mit den Taxis von einem geschlossenen Hotel, zum nächsten sau-teuren Hotel und so weiter...! Zum Schluss haben wir jedoch den Jackpot geknackt und sind in einem, nach europäischen Verhältnissen, 4* Hotel zu einem SPOTTPREIS von umgerechnet 10 Euro pro Person und Nacht untergekommen! Die Zimmer (2 Betten, 3 Personen) waren ausgestattet und Badezimmer mit rießiger Badewanne, TV, Internet, Klima, Balkon, super Aussicht, und und und...!

Nachdem wir eingecheckt hatten haben wir uns aufgemacht und Abend gegessen. Da hat sich unsere Gruppe, bestehend aus 15 Personen auch schon das erste mal getrennt. Während einige Fleisch essen wollten, bin ich mit einer kleineren Gruppe Franzosen und Marokanern Fisch essen gegangen. Nach einer SUPER Fischplatte für umgerechnet 6 Euro pro Person sind wir noch etwas Bier einkaufen gegangen und durch die Hafenstadt gegangen. Überall waren Fischerboote, die gerade anlegten und ihre frisch gefangenen Fische verstauten, oder gerade ablegten. 

Die Stadt war, genauso wie jede Stadt in Südkorea, abends besonders schön beleuchtet!
Die andere Gruppe war nicht so schnell mit dem Essen fertig gewesen, weshalb wir noch weiter durch die Stadt gelaufen sind und danach wieder ins Hotel zurückgekehrt sind. Dort angekommen haben wir mal kräftig Party in unserem Zimmer gefeiert. Mit fortlaufender Stunde sind auch die Anderen wieder zu uns gestoßen und gemeinsam haben wir den "Abend" ausklingen lassen... ;)


Da für die nächsten Tage leider Schlechtwetter angesagt war und dieses auch eingetreten ist, gibt es für den zweiten Tag leider keine Fotos. Wir sind (ebenfalls wieder aufgesplittet) im Regen durch Tongjong gegangen und haben uns die Stadt angesehen. Von wirklich überwältigenden Tempeln, bis zum historischen Museum und einem "Hundertwasser-ähnlichem" Viertel haben wir wirklich alles erdenklich schöne dieser Stadt gesehen!


Der nächste Tag war ebenfalls noch etwas regnerisch und Vincent (Franzose) und ich haben uns allein auf die große Insel Hansan-Do aufgemacht und uns wieder mal - einen Tempel angesehen! Dieser zwischen Dschungel! und Meer befindliche Tempel war ebenfalls sehr schön, hat man jedoch einen Tempel mal gesehen, sind die andren ziemlich ähnlich! Daher war unser Augenmerk mehr auf die Inseln und den Urwald gerichtet, in dem sich neben Krebsen und gewaltigen Spinnen auch alle Arten von Schmetterlingen getummelt haben.

Endlich war das Wetter wieder besser und wir fuhren zu viert auf die südlichste Insel, die von Tongjong aus angefahren wurde. In brütender Hitze und strahlender Sonne bestiegen wir den 156m hohen Gipfel der Insel und stiegen auf der anderen Seite wieder hinab um zum dortigen Leuchtturm zu gelangen. Die Aussicht vom Gipfel und von Leuchtturm war die Strapatzen jedoch absolut wert! Zwei Leute sind sogar kurz schwimmen gegangen, um sich etwas abzukühlen.

Schwitzend wie nicht was, mit Sonnenbrand und super Fotos als Souvenier sind wir wieder zurück zum Gipfel und auf der anderen Seite der Insel zur Fähre, mit der wir nach knappen 4 Studen auf der Insel wieder zurück nach Tongjong gefahren sind. 
Am Abend sind wir in eine Bar gegangen, in der neben Alkohol auch Snacks serviert wurden. Neben getrockneten kleinen Fischen wurden auch eingelegte Larven serviert. Eines sei gesagt - Heuschrecken schmecken scheußlich - Larven spielen jedoch in einer GAAAANZ anderen Liga! Einfach nur EKELHAFT!!
An unserem Letzten Tag waren wir nur mehr 4 Personen und haben daher beschlossen mit der Seilbahn auf einen nahe gelegenen Berg zu fahren und auf dessen Gipfel zu steigen. Dort angekommen, es war wieder brütendst heiß, hatten wir wirklich einen ausgesprochen schönen Ausblick über Tongjong und die vielen kleinen Inseln, die vor der Küste liegen! Doch Worte können diesen Ausblick kaum beschreiben, daher lasse ich einfach Bilder folgen:






Völlig verschwitzt haben wir uns dann in einen Bus Richtung Pohang gesetzt und sind dort auch wieder nach knappen 4 Stunden angekommen! - Ein wirklich schöner "Urlaub", mit vielen, neuen Eindrücken! (und auch manchen, die ich lieber nicht gemacht hätte - Stichwort Larve)

Daher bleibt mir nichts weiter zu sagen, als "Happy Jusok!"

Sonntag, 4. September 2011

Gyeongju

Hallo wieder mal von mir!
Vergangenes Wochenende hatten wir ein MT (Membership Training) mit allen DICE-Bewohnern (oder halt sehr vielen, einige wollten nicht mitfahren) in Gyeongju. Ausgesprochen wird diese relativ historische Stadt in etwa Kongtschu.
Also unsere Reise beginnt am Campus wo wir um 1:30 pm mit dem Bus und ca. 40 internationalen Studenten abgefahren sind. Schon nach einer guten halben Stunde sind wir auch schon angekommen und konnten in der Unterkunft "einchecken". Die Unterkunft war echt genial! - 3 Räume á ca. 20 m2 - einer für die ca. 30-35 Burschen, einer für die 5-10 Mädls und einer zum Feiern. Jaa - ihr habt richtig gelesen! - ca. 20 m2 für 30 Burschen... Die Einrichtung eindeutig im budhistischen Sinn - nämlich eine Küche und ein Klo. Sonst nichts - weder matratzen, geschweige denn Betten oder dergleichen. Ach doch - eine Klimaanlage war auch noch drinnen, die immerzu kalte Luft in den Raum blies.

Naja - wir hatten ja nicht viel Zeit die glamouröse Unterkunft zu begutachten, da wir gleich im Nieselregen in die Stadt fuhren, um uns dort in "Teams" aufzuteilen und mittels Fahrrad die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.
Nach einem kurzen Stopp bei einer der vielen kleinen Tempeln (kA - ob das auch wirklich ein Tempel war) sind wir zum Grab eines der wichtigsten Koreanischen Kaiesers gefahren. Diese Steinschildkröte (ca. 1.5 - 2 Meter hoch und 2 - 3 Meter lang) ziert den Eingang. Das Grab selbst kann man natürlich nicht sehen - der Typ ist unter einem ca. 8 Meter hohem Grashügel begraben. Nur nachdem in diesem begrünten Areal neben vielen Bäumen, Sträuchern und Blumen 4! dieser Grashügeln stehen hab ich nicht mitbekommen in welchem der Kaiser liegt...! ;)


Auf dem ganzen Weg den wir durch die Stadt (oho - Gott sei dank waren wir da nicht zu lange, denn der Verkehr ist die Hölle - WO lernen Koreaner Auto zu fahren?! Die bekommen den Schein sicher geschenkt!) und die ländliche Umgebung gefahren sind, sieht man immer wieder diese Statuen von Löwen. Diese sind zwischen einem und - wie auf dem Bild 3 Meter hoch. Ob dies jetzt aber einen historischen Hintergrund hat, oder einfach nur ein Symbol für eine Sportmanschaft (Lions?) ist, ist mir nicht bekannt...

Natürlich sind wir auch in den Regen gekommen, und etwas nass geworden, dieser hat aber nach guten 5-10 Minuten wieder aufgehört und wir konnten unseren Rad-Trip fortführen. Zum Thema Radfahren kann ich nur sagen, das können die Koreaner auch nicht viel besser als das Autofahren. Sie halten sich zwar an die Verkehrsregeln, was die Autofahrer nicht tun, aber sobald es etwas Bergauf oder Bergab geht, steigen sie ab und schieben...

Unser letztes Ziel vor dem Abendessen war eigentlich eine so Art Sternwarte. Die bestand aber nur aus einem ca. 5-6 Meter hohem Steinturm, weshalb ich die Zeit genutzt habe und die Umgebung fotografiert habe. Auch hier sind wohl einige Kaiser begraben worden, denn man erkennt gut die komischen Grashügel-Gräber. Mittleweile (es war ca. 6 pm) ist auch schon die Sonne herausgekommen und es war wirklich schön!
Also - schnell zurück zum Radverlei die Räder zurückgeben und danach ist es zum Abendessen in einem koreanischen Restaurant gegangen. Neben REICHLICH Beilagen gab es auch Fischstücke und Hühnchen. Aber dem Thema Essen werd ich wohl nochmal ein eigenes Kapitel des Blogs widmen.
 Nach dem Abendessen haben wir noch einen Garten (oder sowas ähnliches) besucht. Dieser sehr schön beleutete See und die ebenfalls beleuchteten Pagoden oder Tempel oder was weis ich wie man des nennt waren halt sehr schön zum anschauen.
Danach sind wir wieder in unsere 5* Unterkunft zurückgegangen (ca. 30-50 min Fußmarsch) und haben uns zusammengesetzt und getrunken...
Ich sage aus guten Grund nicht gefeiert, denn was die Koreaner da aufgeführt haben, war einfach nur trinken, bis man umfällt oder kotzt, oder beides...

Und das war nicht nur einer, oder zwei, sondern durchgehend jeder zweite. Die Mädels haben sich etwas zurückgehalten, da war nur eine dabei, die die Klomuschel geküsst hat. Nachdem das Bier aber recht schnell aus war, und ich den Soju, das koreanische Nationalgetränk einfach nur grauenhaft finde, ging ich also recht früh gegen 2 oder 3 in der Früh ins "Bett"..."Gemütlich" mit den anderen auf Tuchfühlung, ohne irgendwelchen Platz, ging die Nacht recht schnell um und in der Früh ging es nach einem Frühstück - MAKI - die essen wirklich Maki zum Frühstück, wieder mit dem Bus zurück zum Campus, wo wir uns dann mal in BETTEN ausruhen und schlafen konnten... Mein Souvenier dieser Reise waren übrigens ca. 100! (ohne Übertreibung!) Mückenstiche an beiden Füßen! ;)

Soviel zu unsrem Wochenende in Gyeongju - bis zum nächsten Mal!