Sonntag, 4. September 2011

Gyeongju

Hallo wieder mal von mir!
Vergangenes Wochenende hatten wir ein MT (Membership Training) mit allen DICE-Bewohnern (oder halt sehr vielen, einige wollten nicht mitfahren) in Gyeongju. Ausgesprochen wird diese relativ historische Stadt in etwa Kongtschu.
Also unsere Reise beginnt am Campus wo wir um 1:30 pm mit dem Bus und ca. 40 internationalen Studenten abgefahren sind. Schon nach einer guten halben Stunde sind wir auch schon angekommen und konnten in der Unterkunft "einchecken". Die Unterkunft war echt genial! - 3 Räume á ca. 20 m2 - einer für die ca. 30-35 Burschen, einer für die 5-10 Mädls und einer zum Feiern. Jaa - ihr habt richtig gelesen! - ca. 20 m2 für 30 Burschen... Die Einrichtung eindeutig im budhistischen Sinn - nämlich eine Küche und ein Klo. Sonst nichts - weder matratzen, geschweige denn Betten oder dergleichen. Ach doch - eine Klimaanlage war auch noch drinnen, die immerzu kalte Luft in den Raum blies.

Naja - wir hatten ja nicht viel Zeit die glamouröse Unterkunft zu begutachten, da wir gleich im Nieselregen in die Stadt fuhren, um uns dort in "Teams" aufzuteilen und mittels Fahrrad die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.
Nach einem kurzen Stopp bei einer der vielen kleinen Tempeln (kA - ob das auch wirklich ein Tempel war) sind wir zum Grab eines der wichtigsten Koreanischen Kaiesers gefahren. Diese Steinschildkröte (ca. 1.5 - 2 Meter hoch und 2 - 3 Meter lang) ziert den Eingang. Das Grab selbst kann man natürlich nicht sehen - der Typ ist unter einem ca. 8 Meter hohem Grashügel begraben. Nur nachdem in diesem begrünten Areal neben vielen Bäumen, Sträuchern und Blumen 4! dieser Grashügeln stehen hab ich nicht mitbekommen in welchem der Kaiser liegt...! ;)


Auf dem ganzen Weg den wir durch die Stadt (oho - Gott sei dank waren wir da nicht zu lange, denn der Verkehr ist die Hölle - WO lernen Koreaner Auto zu fahren?! Die bekommen den Schein sicher geschenkt!) und die ländliche Umgebung gefahren sind, sieht man immer wieder diese Statuen von Löwen. Diese sind zwischen einem und - wie auf dem Bild 3 Meter hoch. Ob dies jetzt aber einen historischen Hintergrund hat, oder einfach nur ein Symbol für eine Sportmanschaft (Lions?) ist, ist mir nicht bekannt...

Natürlich sind wir auch in den Regen gekommen, und etwas nass geworden, dieser hat aber nach guten 5-10 Minuten wieder aufgehört und wir konnten unseren Rad-Trip fortführen. Zum Thema Radfahren kann ich nur sagen, das können die Koreaner auch nicht viel besser als das Autofahren. Sie halten sich zwar an die Verkehrsregeln, was die Autofahrer nicht tun, aber sobald es etwas Bergauf oder Bergab geht, steigen sie ab und schieben...

Unser letztes Ziel vor dem Abendessen war eigentlich eine so Art Sternwarte. Die bestand aber nur aus einem ca. 5-6 Meter hohem Steinturm, weshalb ich die Zeit genutzt habe und die Umgebung fotografiert habe. Auch hier sind wohl einige Kaiser begraben worden, denn man erkennt gut die komischen Grashügel-Gräber. Mittleweile (es war ca. 6 pm) ist auch schon die Sonne herausgekommen und es war wirklich schön!
Also - schnell zurück zum Radverlei die Räder zurückgeben und danach ist es zum Abendessen in einem koreanischen Restaurant gegangen. Neben REICHLICH Beilagen gab es auch Fischstücke und Hühnchen. Aber dem Thema Essen werd ich wohl nochmal ein eigenes Kapitel des Blogs widmen.
 Nach dem Abendessen haben wir noch einen Garten (oder sowas ähnliches) besucht. Dieser sehr schön beleutete See und die ebenfalls beleuchteten Pagoden oder Tempel oder was weis ich wie man des nennt waren halt sehr schön zum anschauen.
Danach sind wir wieder in unsere 5* Unterkunft zurückgegangen (ca. 30-50 min Fußmarsch) und haben uns zusammengesetzt und getrunken...
Ich sage aus guten Grund nicht gefeiert, denn was die Koreaner da aufgeführt haben, war einfach nur trinken, bis man umfällt oder kotzt, oder beides...

Und das war nicht nur einer, oder zwei, sondern durchgehend jeder zweite. Die Mädels haben sich etwas zurückgehalten, da war nur eine dabei, die die Klomuschel geküsst hat. Nachdem das Bier aber recht schnell aus war, und ich den Soju, das koreanische Nationalgetränk einfach nur grauenhaft finde, ging ich also recht früh gegen 2 oder 3 in der Früh ins "Bett"..."Gemütlich" mit den anderen auf Tuchfühlung, ohne irgendwelchen Platz, ging die Nacht recht schnell um und in der Früh ging es nach einem Frühstück - MAKI - die essen wirklich Maki zum Frühstück, wieder mit dem Bus zurück zum Campus, wo wir uns dann mal in BETTEN ausruhen und schlafen konnten... Mein Souvenier dieser Reise waren übrigens ca. 100! (ohne Übertreibung!) Mückenstiche an beiden Füßen! ;)

Soviel zu unsrem Wochenende in Gyeongju - bis zum nächsten Mal!

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