Wegen viel Arbeit für die Uni und den bald anstehenden Midterms (und weil ich einfach faul war) schreibe ich erst jetzt über das letzte septemberwochenende. Da am darauffolgenden Montag der
koreanische Nationalfeiertag(?) war hatten wir keine Kurse und daher sind wir (Hendrik und ich) schon am Freitag um 2:15 von Pohang richtung Busan Airport gefahren. Unser Flug mit Busan-Air kam ohne Probleme um 7:30 Ortszeit am Flughafen von Jeju-Si, der Hauptstadt, an. Jeju ist eine Vulkaninsel, die gaanz im Süden von Südkorea liegt. Sie ist entweder mit der Fähre (11-17h) oder mit dem Flugzeug (1-2h) erreichbar. Der Flug ist relativ erschwinglich - so haben wir für den Hin-und Rückflug unter 90€ p.P. bezahlt.Wie auch immer - In Jeju-Si angekommen haben wir uns gleich mal einen Tempel angesehen, welcher der Ursprung für die Entstehung der Insel sein sollte. Im Anschluss haben wir uns ein McDonalds Frühstück gegönnt und uns danach mit einen Tag zuvor angereisten Postech-Studentinnen getroffen. Gemeinsam sind wir danach mit Bus und Taxi in den Nord-Osten der Insel gefahren um uns die dortige Lawahöhle anzusehen. Wie bereits erwähnt - Jeju ist eine reine Vulkaninsel. Daher sieht man auch sehr oft Lavasteine, wie in diesem Brunnen.
Der Lavatunnel war 1km lang begehbar. Oft recht hoch (bis zu 10 m) und breit (10m), waren auch enge Passagen (2m) zu sehen. Aber da es durchgehend flach dahinging war es keine große Anstrengung. Der Tunnel war teilweise sehr schön mit farbigem Licht ausgeleutet, was ihn umso imposanter machte.
Danach - der Regen hatte endlich aufgehört - ach ja das hab ich noch gar nicht erwähnt - es hat sowohl bei Abflug, als auch bei Ankunft geregnet und es war sogar von einem kommenden Taifun die Rede - ging es wieder zurück in die Hauptstadt.
Während sich die beiden Mädls noch die (relativ unspektakuläre) Hauptstadt ansahen, sind Hendrik und ich in den nächsten Bus (nachdem wir mehrere male herumfragen mussten) gestiegen und von der ganz nördlichen Hauptstadt in die ganz im Süden gelegene Stadt Seogwipo gefahren und haben dort nach einem Hostel für die Nacht gesucht. Da wir bereits wussten, dass die beiden Mädels nachkommen und bereits ein Zimmer in einem Hostel gebucht hatten, sind wir gleich zu diesem gegangen und haben uns dort ebenfalls einquartiert. Den Abend haben wir ausklingen lassen, indem wir noch die beiden in der Stadt gelegenen Wasserfälle besucht haben und uns in der Touristeninformation für die nächsten Tage schlau gemacht haben.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Bergsteigens. Um 7:30 Uhr sind wir los um den höchsten Berg Koreas (1950m) zu besteigen. Mit dem Bus ging es los zur ca. 750m hoch gelegenen Talstation, von wo es dann ca. 4h lang den knapp 9km langen Weg richting Gipfel entlang ging.
Eines sei jedoch gesagt - mit wirklichem BERG gehen wie wir es kennen hat das jedoch wenig zu tun gehabt... Denn wir sind, wenn wir nicht auf befestigten Wegen (Holzwege) gegangen sind, dann sind wir (hauptsächlich um Höhenmeter zu schaffen) TREPPEN gestiegen.
Auf knapp der Hälfte der Strecke konnten wir einen Abstecher zu einem kleinen Vulkankrater machen. Normalerweise ist hier auch immer ein kleiner See von Regenwasser zu sehen, der jedoch komischerweise (hat es doch am vortag geregnet) ausgetrocknet war. Auf dem Foto sieht der Krater eigentlich viel spektakulärer aus, als er in wirklichkeit war... Auf jeden Fall nutzten wir die Pause um einen Müsliriegel zu essen und uns dann für den Aufstieg fertig zu machen (wir waren vielleicht knapp auf 1000m)
Man durfte den Gipfel nur besteigen, wenn man bis 12:30 am Shelter vorm Gipfel war. Dieser war auch gleichzeitig die Baumgrenze und es begann ziemlich windig zu werden. Dort also um 11:30 (eine stunde vorher) angekommen stärkten wir uns nochmal mit einem sandwich, bevor es zum Gipfel ging. Hunderte und Aberhunderte von Treppen... Wenn ich jetzt noch daran denke, wird mir ganz schlecht... Aber endlich Am Gipfel angekommen war die Aussicht überwältigend! Obwohl es so extrem windig war, dass ich Schüttelfrost bekam, wurde das ach-so-wichtige Gipfelbier getrunken und ein ordentliches Foto-shooting gemacht.
Danach hies es wieder die knapp 1200m hinunter und als wir um 17:00 dann endlich an der Talstation angekommen sind und wieder mit dem Bus richtung Seogwipo fuhren waren wir alle relativ geschlaucht. Dem entsprechend haben wir auch am Abend nicht mehr viel unternommen.
Der dritte Tag auf Jeju stand im Zeichen der Entspannung. Da allen noch die Oberschenkel vom vortägigem Treppensteig-Marathon weh taten, fuhren wir der Südküste entlang nach Jungmun. Diese Stadt ist die "Flitterwochen"-Stadt Südkoreas. Außerdem wird Jeju wegen dieser Stadt auch das Hawai Koreas genannt.
Der dritte Tag auf Jeju stand im Zeichen der Entspannung. Da allen noch die Oberschenkel vom vortägigem Treppensteig-Marathon weh taten, fuhren wir der Südküste entlang nach Jungmun. Diese Stadt ist die "Flitterwochen"-Stadt Südkoreas. Außerdem wird Jeju wegen dieser Stadt auch das Hawai Koreas genannt.
Obwohl der Strand nicht besonders aufregend war, was wohl auch an dem windigen und kalten Wetter liegen kann, konnte man hier einen sehr schönen dreigeteilten wasserfall sehen. Der erste Teil bestand aus einem sehr schönen und klaren See, der von Steilwänden umgeben war. (Siehe Foto) Weiter ging es dem Flussbett zu zwei weiteren Wasserfällen. Aber da wir bereits recht viele gesehen hatten, war es auch nichts sooo spannendes mehr für uns.
Nach Jungmun sind wir dann wieder mit dem Bus ganz in den Osten der Insel gefahren, wo wir zuvor ein Hostel gebucht hatten. Dort angekommen mussten wir feststellen, obwohl das Hostel wirklich schön, billig und alles war - es in der TOTALEN bumpers ist. Daher freundeten wir uns mit 2 koreanerinnen an, die ebenfalls dort einquartiert waren, bestellten uns abendessen (ja da war nicht einmal ein restaurant oder ein markt in der nähe) und gingen eigentlich recht früh schlafen.
Am nächsten Tag - Frühstück war im Preis includiert - hat uns der Besitzer des Hostels auch noch zu unsrem nächsten Ziel gefahren.
Dieses war eine Vulkan-Halbinsel, die ebenfalls erklimmbar war. Wie schon beim Aufstieg zum HallaSan (dem Berg vor 2 tagen) gab es neben jeder Menge Treppen auch eine sehr schöne Aussicht. Nach dem Abstieg statteten wir den "Diving Women" von Jeju einen Besuch ab. Diese teilweise 60 jährigen Frauen tauchen nach Meeresfrüchten und muscheln und verkaufen diese in ihren Restaurants. Und da sie ja durchgehend mit Tauchen beschäftigt sind, haben sie keine Zeit um die herausgetauchten Sachen zu kochen.
Das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen und habe sogleich eine sehr "schön" aussehende lebende Muschel aus einem "Aquarium" ausgewählt. Diese wurde sogleich fachfraulich, vor meinen Augen entschalt und die noch lebende und "zuckende" muschel in kleine stücke geschnitten. Diese wurden noch mit etwas Süßwasser gewaschen und auf dem Teller serviert.
Also tatsächlich sehen sie ekelhafter aus, als sie schmecken. Die Konsistenz ist etwas knorpelig, der geschmack recht undefinierbar. Am ehesten nach Ei...
Nach dieser kulinarischen Einmaligkeit (ein weiteres mal würde ich sie nicht unbedingt essen) ging es mit der Fähre auf eine der Insel vorgelagerten Insel. Dort angekommen haben wir beschlossen NICHT herumzuwandern, denn das hatten wir in den vorigen Tagen genug getan. Statt dessen haben wir uns für 2 stunden Quad-Bikes gemietet und haben die Insel so erkundet. Kreuz und Quer, den Küsten entlang, kleine Hügel hinauf und wieder hinab sind wir über die Insel gecruised und haben dabei extrem viel spaß gehabt!
Leider hat mein Akku den Geist aufgegeben, weshalb es (gott sei dank) keine (Beweis)Fotos von dieser wilden Tour gibt.
Danach sind wir wieder in nach Jeju-Si gefahren um dort den Abend und die Nacht zu verbringen, denn am nächsten Tag ging unser Flug bereits früh zurück.
Soweit zum Jeju-Ausflug - es war ein unvergesslicher Trip und 4 Tage reichten perfekt aus!
bis zum nächsten mal!











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